Bergbau

Viele Bergbauaktivitäten erfolgen im Tagebau, wodurch der natürliche Lebensraum von Tieren und Pflanzen vernichtet wird. Außerdem wird für die Lösung der ausgehobenen Mineralien und Erze von den Gesteinsschichten eine große Menge Wasser benötigt. Häufig werden unbehandelte giftige Stoffe in der Natur entsorgt. Dies hat Auswirkungen auf Gewässer, Menschen und Tiere in der Umgebung und ist auch noch Jahre nach Schließung der Minen für Mensch und Natur spürbar.

Abgesehen von der Umweltzerstörung, die sie verursachen, missachten Bergbauunternehmen häufig die Landnutzungsrechte der lokalen Bevölkerung und beziehen diese nicht genügend in die Planung ein, indem sie es beispielsweise an einem umfassenden Konsultationsprozess (FPIC) missen lassen. Schließlich sind häufig auch die Arbeits- und Sicherheitsbedingungen in den Minen katastrophal, immer wieder gibt es Vorfälle von Kinderarbeit.

Banken sind durch ihre Finanzbeziehungen zu Bergbauprojekten und –unternehmen für diese Menschenrechtsverletzungen und Umweltschäden mitverantwortlich.

Daher sollten Banken folgende Kriterien bei Finanzierungen und Investitionen im Bergbausektor berücksichtigen:

  • Unternehmen haben geeignete Pläne für Krisenfälle und operieren nicht in Gegenden, in denen Folgen eines etwaigen Unfalls auf die Umwelt unkontrollierbar sind.
  • Unternehmen reduzieren die Menge an Abfällen und entsorgen diese nicht in der Natur.
  • Unternehmen sind nicht in besonders schädliche Minenaktivitäten verwickelt wie Uranabbau, Asbestabbau, Gipfel-Absprengungen (MTR), Tiefseebergbau, Konfliktmineralien, Bau neuer Kohleminen.
  • Unternehmen treffen geeignete Maßnahmen, um nach Schließung der Mine die Widerherstellung des ursprünglichen Zustandes der Gegend zu gewährleisten und langfristige negative Auswirkungen auf Mensch und Umwelt zu verhindern.